500 Milliliter Blut können Leben retten
Warum regelmäßiges Blutspenden wichtig ist.
Etwa 15.000 Blutkonserven werden in Deutschland täglich gebraucht. Nur die wenigsten sind allerdings für die Unfallversorgung gedacht, stattdessen steht nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes die Behandlung von Krebspatienten an erster Stelle. Transfusionen bei Herz-, Magen- und Darmerkrankungen folgen. Um das System aufrechtzuerhalten, werden viele Spender gebraucht. Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 18 und 68 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm Blut spenden. Erstspender dürfen nicht älter als 60 Jahre sein. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal im Jahr spenden. Dazwischen muss ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen, bei Frauen sollten es sogar zwölf sein. Vor jeder Blutspende stehen darüber hinaus eine persönliche Beratung und eine Blutuntersuchung, die über die Eignung des Spenders entscheiden.
Die Spende ist keine Gefahr für den Körper
Gespendet werden kann beim Deutschen Roten Kreuz, an diversen Kliniken und bei Blutspendediensten in privater oder kommunaler Trägerschaft. Die Prozedur selbst, bei der 500 Milliliter Blut abgenommen werden, dauert rund zehn Minuten. Im Anschluss daran wird den Spendern empfohlen, eine etwa halbstündige Ruhepause einzulegen.
Für den Körper ist die Blutspende nicht schädlich. In den menschlichen Blutbahnen zirkulieren insgesamt zwischen fünf und sechs Liter Blut, ein fehlender halber Liter kann problemlos nachgebildet werden. Die für die Krankheitsabwehr wichtigen weißen Blutkörperchen werden bereits innerhalb eines Tages ersetzt, bei den roten Blutkörperchen dauert es etwas länger.
Das Blut wird zerlegt
Nach der Spende wird die Blutkonserve zunächst gründlich auf vorhandene Infektionen untersucht. Ist sie „sauber“, wird das Blut in der Regel in seine Bestandteile zerlegt – also rote und weiße Blutkörperchen, Plasma und Blutplättchen. Patienten erhalten dann jeweils nur den Bestandteil, den sie brauchen. Theoretisch kann so mit einer einzigen Spende mehreren Menschen geholfen werden. Aus dem Plasma können darüber hinaus Medikamente hergestellt werden, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mitteilt.
Neben dem Gefühl, anderen Menschen geholfen zu haben, erhalten Blutspender auch Informationen über ihre Blutgruppe und den Rhesusfaktor, erfahren von Auffälligkeiten bei den Laborergebnissen und haben so eine gewisse Kontrolle über die eigene Gesundheit.
Eine Bezahlung ist nicht bei allen Diensten vorgesehen. Manche – wie etwa das Deutsche Rote Kreuz – setzen eher darauf, dass Blutspenden, die aus rein menschlichen Beweggründen abgegeben werden, häufig brauchbarer sind. Das DRK vergibt stattdessen Medaillen an regelmäßige Teilnehmer und ruft mit groß angelegten Werbekampagnen zur Blutspende auf.


